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  Parasiten

Welche Parasiten gibt es?

Flöhe


Flöhe sind seitlich abgeflachte, flügellose, bräunlich gefärbte Parasiten. Auf Grund des dritten Hinterbeinpaares sind sie zu enormen Sprungleistungen fähig (50 cm). Die meisten Flöhe sind nicht wirtsspezifisch. Beide Geschlechter saugen mehrmals am Tag Blut. Das heißt, dass sich auf jedem Warmblüter die unterschiedlichsten Flöhe aufhalten können. Man kann auf einem Hund z.B. sowohl den Hundefloh, Menschenfloh als auch Katzen- Vogel und Nagerflöhe finden. Bevorzugt findet man die Flöhe an den weichen Körperteilen. Das heißt sie befinden sich zumeist an der Unterseite des Körpers am Bauch, wie auch auf dem Rücken.

Die Bedeutung der Flöhe ist immer noch sehr hoch. Jeder vierte Hund und jede vierte Katze hat regelmäßigen Besuch von Flöhen. Das ist aber kein Zeichen von mangelnder Sauberkeit oder für Vernachlässigung. Der Grund liegt darin, dass nur 1% auf dem Tier sitzen, während die anderen in der nicht behandelten Umgebung sitzen.

1. Hundefloh (Ctenocephalides canis)

a) Geographische Verbreitung

weltweit

b) Artmerkmale und Entwicklung

Hund und Halter können befallen werden. Die Flöhe können bis zu 1 ½ Jahre überleben. Typisch für Flöhe sind der abgeflachte, bepanzerte Körper und die markanten Sprungbeine. Den Wirt suchen sie anhand der Körperwärme und des Co2 Ausdünstungen auf. Etwa zwei Tage nach der Begattung legen die Flöhe Eier für mehrere Tage ab. Die Weibchen leben mehrere hundert Eier. Wegen der Größe von ungefähr 0,3 mm fallen die Eier selten auf. Die Eier legt das Weibchen nach verlassen des Wirtes in Bodenritzen, Teppich und z.B. im Bett ab. Dort findet dann auch die weitere Entwicklung statt. Abhängig von der Zimmertemperatur und der dort herrschenden Luftfeuchtigkeit schlüpfen nach 5 – 14 Tagen die beborsteten Larven. Diese Larven ernähren sich dann von organischen Abfällen (Flohkot). Über zwei Häutungen entwickelt sich dann das dritte Larvenstadium. Dieses dritte Larvenstadium spinnt sich dann in einen „Kokon“. In diesem sog. Puppenstadium wandelt sich der Hundefloh in nur 18 Tagen vollständig zum geschlechtsreifen Männchen oder Weibchen um. Als Schlüpfreiz dienen Erschütterungen, die einen potentiellen Wirt ankündigen. Ansonsten können die Flöhe über Monate verharren.

c) Befallsmodus und übertragene Erreger

Flöhe befallen ihren Wirt, indem sie diesen bespringen. Erreger können die Flöhe im Grunde alles, was sich im Blut befindet übertragen (Viren, Bakterien, evt. auch Einzeller). Von Bedeutung ist auch die Übertragung des Bandwurmes, der zu dem bekannten Schlittenfahren führen kann. Diese werden durch die Aufnahme der Flohlarven übertragen.

d) Anzeichen der Erkrankung

Lokale Hautreaktion und Schwellung mit hochgradigem Juckreiz treten an der Stichstelle auf. Meist sind es mehrere kleine Schwellung (3-4) nebeneinander. Man kann sie auch mal leicht mit Mückenstichen verwechseln. Wobei aber die Mücke an verschiedenen Stellen sticht und der Floh mehrmals an der gleichen Stelle. Bei einem Massenbefall kann es aber auch zu flächenhaften nässenden Ekzemen führen. Bei einem Massenbefall kann es auch mal zu Abmagerung und zu einer Anämie kommen.

e) Infektionsgefahr für den Menschen

Hundeflöhe sind nicht sehr wirtsspezifisch. Sie können genauso wie beim Hund einen Bandwurm übertragen.

f) Diagnosemöglichkeiten

Flohbefall äußert sich in häufigem Kratzen. Bei hellem Fell fällt zudem der rot-schwarze Flohkot auf. Auch im Lager des Tieres lässt sich der Flohkot nachweisen. Außerdem können sie das Tier mit einem Flohkamm durchkämmen. Dabei fällt der Flohkot vom Tier und mit einem kleinen Tropfen Wasser lässt sich beim Flohkot das Blut nachweisen. Setzen sie dabei das Tier auf eine helle Unterlage (weißes Bettlaken). Wenn sie den Tropfen Wasser auf den Kot träufeln, verläuft der Kot rötlich.

g) Vorbeugung

Regelmäßige Fellpflege und Säuberung der Lagerstätten. Prophylaktische Behandlung mit Ektoparasitarika. Wie z.B. mit Exspot (wirkt auch gegen Zecken) oder Advantage oder Preventic (wirkt auch gegen Zecken). Auch eine Behandlung mit Mitteln wie z.B. Program sind zu empfehlen. Bei dem Program, das es zum Eingeben und bei der Katze auch zum injizieren gibt, kommt es zu einer Unterbrechung des Entwicklungszykluses des Flohs und somit zu keiner Flohvermehrung mehr.

h) Behandlungsmaßnahmen

Ist ein Flohbefall eingetreten, so hilft zunächst das oben beschriebene. Also eine Behandlung des Tieres mit Spot on Mitteln. Die entzündeten Stellen sollten mit Desinfektionsmitteln behandelt werden. Gegen die Symptome können Salben oder Spritzen helfen. In schweren Fällen muss man auch Antibiotisch therapieren. Bei kurzfristigem Wiederbefall muss man auch an die Wohnung denken. Da fragen sie am besten Ihren Tierarzt Ihres Vertrauens. In vielen Fällen sind Wiederholungs-behandlungen erforderlich.

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