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  Parasiten

Welche Parasiten gibt es?

Saugläuse

I. Parasiten der Körperoberfläche (Ektoparasiten)
Haut und Fell sind die Orte, an denen sich Ektoparasiten aufhalten. Dabei ist es egal, ob sie sich in die Haut eingraben oder auf der Haut aufhalten. Sie ernähren sich dabei entweder von Hautteilen oder von Blut. Dabei verletzen sie die Haut oder führen zu starkem Juckreiz. Die damit verbundenen Irritationen sind optimale Eintrittspforten für Bakterien und/oder Pilze, die dann zu starken Entzündungen führen können. Am Tier äußert sich das dann in struppigem Fell, Haarausfall, Ekzemen, Schuppen ….

Saugläuse



a) Geographische Verbreitung

Saugläuse: weltweit

b) Artmerkmale und Entwicklung

Saugläuse (Linognathus setosus)

Die Sauglaus wird ungefähr 1,5 – 2,5 mm lang und ist durch einen quadratischen Kopf gekennzeichnet. Der Körper ist abgeflacht und von brauner Farbe. Alle (zeitlebens) im Fell befindlichen Entwicklungsstadien saugen Blut. Dabei werden die Bereiche Kopf, Hals und Rücken besonders bevorzugt. Die Eier sind länglich oval und sind am Haar fixiert. Das Weibchen legt für maximal 6 Wochen täglich 3 – 10 Eier. Die Larven schlüpfen nach ungefähr 10 Tagen nach der Eiablage. Nach drei Häutungen wird das Adultstadium erreicht. Ohne Wirt kann die Hundelaus nur wenige Tage überleben.

c) Befallsmodus und übertragene Erreger

Die Saugmilbe treten bei Körperkontakt von infizierten auf gesunde Tier über. In Europa werden keine Erreger wichtiger Erkrankungen übertragen.


d) Anzeichen der Erkrankung

Der Speichel der Laus kann zu starkem Juckreiz, Unruhe, Haarausfall, Ekzeme infolge von bakteriellen Sekundärinfektionen. Bei massivem Befall kann es zu Abmagerung, Schwäche und Blutarmut kommen.

e) Infektionsgefahr für den Menschen

Gering

f) Diagnosemöglichkeiten

Nachweis von Eiern (Nissen) und Läusestadien im Fell. Hilfreich ist dabei ein Floh oder Läusekamm.

g) Vorbeugung

(1) Fernhalten von verwahrlosten Tieren.
(2) Fellpflege

h) Behandlungsmaßnahmen

Insektizide werden am besten als Bad oder durch Besprühen/Bestäuben aufgebracht. Gehen Sie bei langhaarigen Tieren besonders gründlich dabei vor. Wiederholen Sie die Behandlung nach ein bis zwei Wochen. Dies ist notwendig, da die Wirkung auf die Eier nicht ausreichend ist. Es sollten auch alle Tiere, die mit dem befallenen Tier Kontakt hatten mitbehandelt werden. Eine spezielle Umgebungsbehandlung ist nicht notwendig. Es reicht aus, wenn Sie den Schlafplatz und die Liegedecken reinigen.

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